Kulturparade
Tanzdemo in Stuttgart
📷 rakete.visuals

Selbstorganisierte Initiativen, etablierte Häuser und freie Szene der Konstanzer Kultur gehen gemeinsam auf die Straße.

Samstag,
11. Juli 2026

Tanzparade ab 17 Uhr Bodenseeforum
Kundgebung mit Kulturprogramm ab 19 Uhr Schänzlebrücke
Afterparty (Soli) ab 21 Uhr Kantine KN

Tanzdemo in Stuttgart
📷 rakete.visuals

Parade & Kundgebung

Gemeinsam zeigen wir, wie vielfältig die Konstanzer Kultur ist! Ab 17 Uhr ziehen wir tanzend durch Konstanz – mit Wagen von Kollektiven aus dem Nachtleben, von bekannten Institutionen unserer Stadt und von freien Gruppen.

Karte der voraussichtlichen Demoroute durch Konstanz
Voraussichtliche Demoroute: Vom Bodenseeforum den Seerhein hinauf, über die Alte Rheinbrücke, den Seerhein hinab zur Schänzlebrücke.

Ziel der Parade ist die Abschlusskundgebung ab 19 Uhr unter der Europabrücke . Dort erwarten uns Reden von Akteur*innen aus der Kultur, begleitet durch ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Tanzdemo in Stuttgart
📷 Raphaël Verissimo

Positionspapier

Organisiert durch das Kulturnetzwerk Loretta stellt ein breites Bündnis der Konstanzer Kulturszene vier Forderungen an Politik und Verwaltung.

Vorwort

Im Kulturnetzwerk Loretta sind aktuell über 150 Menschen und zahlreiche kulturelle Institutionen vereint – von Bands und DJs über Schauspielende und Kulturkollektive bis hin zu großen Kulturinstitutionen unserer Stadt. Als Netzwerk setzen wir uns für ein inklusives, vielfältiges und nachhaltiges Kulturleben in Konstanz ein — von freier Szene und soziokulturellen Initiativen, über etablierte Institutionen bis zur Nachtkultur. Mit der Kulturparade machen wir sichtbar, was Konstanz kulturell ausmacht, und formulieren unsere Forderungen an Politik und Verwaltung. Denn Konstanz braucht Kultur – für eine lebensfrohe Stadt, als Standortfaktor und für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

1.Freiräume schaffen, Bühnen öffnen

Die Stadt Konstanz muss nicht-kommerzielle Räume für Kunst, Kultur und Begegnung erhalten und fördern — durch den Schutz bestehender Kulturorte, bezahlbare Proberäume und dauerhaft nutzbare Flächen für selbstorganisierte Veranstaltungen, Tag- wie Nachtkultur. Die Waldbühne im Bodenseestadion muss als dauerhafte, nicht-kommerzielle Open-Air-Bühne ermöglicht werden.

2.Kultur braucht Partner, keine Paragraphen

Die Stadtverwaltung Konstanz muss Kulturinitiativen den Weg ebnen, statt sie zu bremsen. Genehmigungsverfahren, Auflagen und Abstimmungen müssen transparent, planbar und lösungsorientiert gestaltet werden — mit festen Ansprechpersonen, nachvollziehbaren Bearbeitungszeiten und einem kulturfreundlichen Grundverständnis. Wer das kulturelle Leben bereichern will, darf nicht an der Bürokratie scheitern.

3.Mit uns reden, nicht über uns

Es muss einen regelmäßigen, verbindlichen Austausch zwischen der Konstanzer Politik und den Akteur*innen des Kultur- und Nachtlebens geben. Kulturpolitik soll gemeinsam mit den Menschen und Organisationen entwickelt werden, die Kultur in Konstanz tragen. Dafür braucht es feste Gesprächsformate und echte Beteiligung statt punktueller Symbolpolitik.

4.Kultur anerkennen, nicht streichen

Die Konstanzer Politik muss die wirtschaftliche Bedeutung von Kultur anerkennen und solidarisch fördern. Denn Kultur schafft Begegnung, Vielfalt, Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt — und ist damit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, wie die Interessenvertretung des Konstanzer Handels feststellt.1 Freie Szene, Nachtleben und Institutionen sichern nicht nur Arbeitsplätze, sondern beleben Innenstädte und stärken damit die Attraktivität der Stadt, wie aktuelle Studien zur Nachtökonomie belegen.2 Etablierte Häuser, freie Szene und selbstorganisierte Initiativen dürfen dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden — sie gehören zusammen. Keine Kulturform darf zur Verfügungsmasse für Haushaltskürzungen werden.

1) vgl. Treffpunkt Konstanz e.V., 2026, Positionspapier zur Entwicklung der Stadt Konstanz,
2) vgl. WMBW, 2025, NightLÄND Studie zeigt Bedeutung der Nachtökonomie; Stadt Stuttgart, 2023, Nachtökonomische Studie

Viele Stimmen, eine Bewegung

Die vier Forderungen richten sich an Politik und Verwaltung — aber Kultur entsteht nicht im Rathaus. Sie entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen, gestalten, feiern, diskutieren und Neues wagen. Deshalb verpflichten wir uns als Kulturszene zu Vernetzung, Offenheit und Solidarität. Wir wollen unsere Unterschiede nicht als Trennung, sondern als Stärke eines vielfältigen Kulturlebens begreifen. Nur gemeinsam erreichen wir mehr Räume, bessere Rahmenbedingungen und eine starke kulturelle Zukunft für Konstanz.

📄 Presseinfo (16.06.) als PDF herunterladen
📄 Positionspapier als PDF herunterladen

Afterparty

Kulturparade
Afterparty (Soli)

ab 21 Uhr
Kantine KN

Mit Food von Heiopei, Drinks von der Kantine-Crew und Good Vibes von

Line-up